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EMINE AKBABA

 

 

 

 

In goldenen Lettern prangern chinesische Schriftzeichen über Restaurants, Casinos und Hotels. Menschen in Anzügen oder Shorts und Sandalen kommen aus ihnen heraus, unterhalten sich auf Chinesisch. Das Ungewöhnliche: Diese Szene spielt sich nicht in dem Reich der Mitte ab, sondern in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas.

 

Längst hat sich das Land zu einem modernen Satelitenstaat Chinas entwickelt. China steht ideell und finanziell Pate, ist zum größten Geldgeber avanciert. Und die Regierung in Peking prüft nicht einmal, wohin ihre Gelder wandern. Also kann sich Hun Sen, der Präsident Kambodschas, einiges davon privat einstreichen. Auf dem Korruptionsindex steht sein Land mittlerweile auf Platz 161 von 180. Und Sen weiß, wie er China für dieses Geld zu danken hat: bei internationalen Treffen stimmt er stets im Sinne seines Gönners ab. Nur die Bevölkerung hat wenig von den neuen Großinvestoren und sträubt sich dagegen. Gleichzeitig wird jeder Keim des Widerstandes von Hun Sen unterbunden. So begibt sich Kambodscha in immer größere Abhängigkeit Chinas. Damit sind sie in Südostasien nicht allein.

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